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Evangelische Kirche Frei-Laubersheim


Aus der Ortsgeschichte
 
Das Dorf Frei-Laubersheim war im 6. Jahrhundert eine fränkische Siedlung. In den Jahren 767 und 771 wird das Dorf aufgrund von Schenkungen an das Kloster Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. In alten Gräbern wurde eine Spangenfibel mit Runen gefunden. Der Ort war von einem Graben umgeben, der erst 1839 nivelliert wurde. Um 1480 waren vor allem die Grafen von Sponheim die Herren von Frei-Laubersheim. Im Mittelalter gab es hier drei Klöster unter dem Erzbistum Mainz. Ungefähr 1556 wurden unter dem Heidelberger Kurfürsten Ottheinrich alle Einwohner lutherisch.
Erwähnenswert sind: das Rathaus im Renaissancestil aus dem Jahre 1603, das bei denVerwüstungen durch die Franzosen 1689 erhalten blieb, das Fachwerkhaus Fronforte 7, der ehemalige Klosterhof der Abtei Tholey, der Hof Sponheimer, der ehemalige Hof des Augustinerchor-Herrenstiftes, der katholische Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert mit Schießscharten und das evangelische Pfarrhaus aus dem Jahre 1838.
 
Aus der Kirchengeschichte
 
Frei-Laubersheim besaß ursprünglich zwei Kirchen: die der Heiligen Katharina geweihte Kapelle auf dem Katharinenberg und die Pfarrkirche St. Mauritius.
Die seit der Reformation nicht mehr benutzte Kapelle verfiel allmählich. Die Pfarrkirche, die zu dem Benediktinerkloster Tholey gehörte, besitzt einen romanischen Kirchturm. Unter dem pfälzischen Kurfürsten traten die Einwohner, außer dem Verwalter des Thorley’schen Klostergutes und dessen Leute, zum Protestantismus über. Nach dem Orléan’schen Erbfolgekrieg war die Kirche, nach mehrfachen Streitigkeiten, Simultankirche und verfiel im 18. Jahrhundert. 1791 wurde das Bauwerk, abgesehen vom Turm, abgebrochen und mit dem Neubau einer großen Kirche begonnen, der 1794 vollendet wurde. Ein Brand zerstörte 1905 den katholischen Hochaltar. 1966 kam es zur Auflösung des Simultanverhältnisses, und 1969/70 wurde eine neue evangelische Kirche als Rundbau neben dem evangelischen Pfarrhaus errichtet.
 
Orgel
 
Die Orgel der ehemaligen Simultankirche, der heutigen katholischen Kirche, wurde von der bürgerlichen Gemeinde gestiftet und im Jahre 1845 von Dreymann aufgestellt. Es handelt sich um ein großzügiges zweimanualiges Werk. Den Orgelprospekt zeichnen typische Verzierungen im Stil des Klassizismus aus.
 
Disposition:
1. Manual:
Principal 8' Octav 4' Mixtur 2 2/3'
Bourdon 16' Nazard 5 1/3' Trompete Discant 8'
Gamba 8' Octav 2' Trompete Baß 8'
Gedackt 8' Flöte gedackt 4'
2. Manual: Pedal:
Principal 4' Subbaß 16'
Flöte 8' Violinbaß 8'
Gedackt 8' Octavbaß 4'
Salicional 8' Posaune 16'
Spitzflöte 4' Manualkoppel
Quinte 2 2/3 ' Pedalkoppel
Flageolett 2'
Crumhorn 8'
 
Evangelische Kirche
 
Nach Auflösung des Simultaneums wurde in der neuen Kirche eine Orgel aufgestellt, die durch einen Brand 1982 zerstört wurde. Andreas Ott aus Bensheim baute 1985 eine neue Orgel mit folgender
 
Disposition:
1. Manual: 2. Manual: Pedal:
Metallgedackt 8' Rohrflöte 8' ab g vorhanden Subbaß 16'
Spitz-Gedackt 4' Sesquialter 2fach
Prinzipal 4' ab g ausgebaut
Octave 2'
Mixtur 1'