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Evangelische Kirche Neu-Bamberg

Orgel Neu-Bamberg

Tafel Neu-Bamberg

Die Raugrafen Heinrich I. und Rupprecht II. gründeten 1250 die „Novobeimburg“. 1320 erhielt die Burg mit der inzwischen am Burgberg entstandenen Siedlung durch Ludwig IV., dem Bayer, die Rechte und Freiheiten der Stadt Oppenheim. Nach verschiedenen Verpfändungen gehörte 1663 Neu-Bamberg zum größten Teil zu Kurmainz. 1668 erschien Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz mit mehreren hundert Mann vor den Toren Neu-Bambergs, drang in den Ort ein, mißhandelte die Bewohner und zerstörte die Burg.-
In der ehemaligen Vorburg befindet sich heute die katholische Kirche St. Dionysius.
Von 1714 bis 1798 war in Neu-Bamberg ein eigenes Kurmainzer Amt, das die Gemeinden Volxheim, Siefersheim, Wöllstein, Gumbsheim und Pleitersheim verwaltete. Von der ehemaligen Ortsbefestigung mit drei Tortürmen ist nur noch der „Uhrturm“ erhalten. Er ist dreigeschossig. In der spitzbogigen Durchfahrt befand sich früher ein Tor. Das Dach trägt heute einen Dachreiter mit Zwiebelhaube.
Schon 1522 wurde die Kirche, die früher das Gotteshaus des untergegangenen Dorfes Sarlesheim war, als Neu-Bamberger Pfarrkirche bezeichnet. Sie ist von einem ummauerten Friedhof umgeben. Der Kirchturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich höher. Umfangreiche Umbauten und Erweiterungen erhielt die Kirche im 18. Jahrhundert. Das Satteldach des Turms wurde dem Langhaus angeglichen und mit einem barocken Dachreiter bekrönt. Das rechte Seitenschiff faßte man mit dem Mittelschiff zu einem Raum zusammen und trennte das linke Seitenschiff als eigenen Raum ab. Der Altarraum hat ein Kreuzrippen-Gewölbe. In der Nordost-Ecke des Mittelschiffs befindet sich ein steinerner Altarbaldachin, in den die Jahreszahl 1416 eingemeißelt ist. Aus dem 15. Jahrhundert stammt der Sakramentsschrein. Ihn findet man an der Ostwand des Chores. Die Kanzel mit ihrem Schalldeckel entstand um 1780. In der Vorhalle befinden sich drei Wappengrabsteine: von 1599, 1616 und 1617.
Die Orgel aus dem Jahr 1776 stammt - ebenso wie die der katholischen Kirche - aus der Werkstatt Geib, Saarbrücken. Das Werk hat Schleiflade mit mechanischer Traktur.
1858 wurden von Landolt und 1921 von Förster, Alzey, Reparaturen durchgeführt.